|
Mobbing
bei Kindern
Nicht
nur die Arbeitswelt kennt Mobbing, auch unter Kindern kommt
Mobbing häufig vor. Es kann jedem Kind passieren: den
Kleinen, den Großen, den Schüchternen, den Zappeligen,
den Deutschen, den Ausländischen, Mädchen und Jungen.
Obwohl die Betroffenen schnell denken: "Mit mir stimmt
etwas nicht. Warum mag mich niemand?" ist das Mobbing
kein Beweis, dass das gemobbte Kind irgendwie anders ist.
Es hat aber das Pech, als leichtes Opfer auserwählt worden
zu sein von einem Kind (oder auch von mehreren Kindern), das
aus welchen Gründen auch immer das Bedürfnis hat,
die eigene Macht auf Kosten von anderen auszubauen.
Kinder
fühlen sich verunsichert, gedemütigt, hilflos. Oft
erzählen sie zu Hause nichts: fast 50% der Eltern haben
keine Ahnung, dass ihr Kind gemobbt wird. Wenn sie es erfahren,
fühlen sie sich oft genauso hilflos wie ihre Kinder.
Was
können Eltern tun? Zunächst einmal müssen sie
ein Gespräch ermöglichen, in dem ihr Kind frei reden
kann, ohne sich rechtfertigen oder verteidigen zu müssen.
Es will nicht erklären, wieso es sich nicht gewehrt hat
- offensichtlich ist es überfordert mit der Situation.
Was Kinder jetzt brauchen: das Gefühl, dass sie geliebt
und verstanden werden, dass sie okay sind, so wie sie sind,
dass ihre Eltern ihnen den Rücken stärken. Sie brauchen
Erfolgserlebnisse und das Gefühl, etwas zu können,
um der verheerenden Hilflosigkeit zu entkommen, die mit Mobbing
einhergeht.
Als
nächsten Schritt können Kinder und Eltern gemeinsam
überleben, was eigentlich los ist. Wer sind die Mobber?
Bei welchen Gelegenheiten kommt das Mobbing vor? Wer weiß
davon? Wer könnte helfen? Es ist wichtig, dass sich das
Kind nicht isoliert und von allen zurückzieht. Als weitere
Schritte kommen Gespräche mit den Mobbern, deren Eltern
oder den Lehrern in Frage. Am besten ist es, wenn die betreffende
Schule auf Mobbing vorbereitet ist und Aktionsprogramme hat,
um Gewalt und Mobbing entgegenzuwirken.
Tipps
für ein Gespräch mit einem Mobbing-Opfer:
-
Behutsam vorgehen, auf Scham oder Angst gefasst sein, Verständnis
zeigen
-
Zu nichts drängen (z.B. zu einer Konfrontation, einer
Anzeige etc.)
-
Warum-Fragen (Warum hast du dich nicht gewehrt?) vermeiden.
-
Erklären, dass Mobbing gemein und unverdient ist (ohne
Täter direkt schlecht zu machen)
-
Informationen sammeln: Wer? Wann? Wo? Evtl. Notizen machen
-
Dem Kind Mut machen, anerkennen, wie schwierig die Situation
ist und alles tun, um das Selbstvertrauen wieder zu stärken
-
Gemeinsam überlegen, was getan werden kann (das Kind
soll nicht schon wieder erleben, dass es keine Kontrolle hat
und andere bestimmen)
Informationsabende
Je
mehr ein Kind über Mobbing weiß, um so geringer
ist das Risiko, Opfer (oder Täter) von Gewalt zu werden.
Deswegen sollten sich auch die Erwachsenen informieren. Ich
biete Informationsabende zum Thema Mobbing an. Clicken Sie
bitte oben das Feld Workshops an!
|