Trauerberatung
Es
gibt nur einen Weg, das Erleben von Tod und Trauer ins Leben
zu integrieren.
Nicht zu verstummen. Zu sprechen. Auch in taube Ohren.
Eigene Worte zu finden. Sie mitzuteilen.
Marion Kunz
Wer
den Tod eines nahestehenden und geliebten Menschens erlebt,
für den bleibt erst einmal die Welt stehen.
Möglich ist auch eine der folgenden Reaktionen:
· Schock
· Erstarrung, Lähmung, Nicht-Glauben-Können
· Erschöpfung, Schlaflosigkeit
· körperlicher Schmerz (alle Glieder tun weh,
der Kopf, das Herz)
· Wut, Scham
· das Gefühl, als sei ein Teil von einem selbst
gestorben
· Hoffnungslosigkeit angesichts einer leeren und
trostlosen Zukunft
· Unfähigkeit, sich den nächsten Tag, geschweige
denn ein ganzes Leben, vorzustellen
· Trauer, Sehnsucht, Vermissen
· obsessive Gedanken (z.B. darüber, was man
hätte tun können, Bilder des Todes ....)
Was kann man tun, um die Trauerzeit zu überstehen?
·
Entbinden Sie sich von Verpflichtungen, die Sie im Moment
nicht erledigen können oder wollen
· Bewahren Sie aber trotzdem so viel "Routine"
bei wie möglich (besonders wenn Kinder da sind!)
· Sorgen Sie für ausgewogene Ernährung
· Suchen Sie bei Beschwerden einen Arzt auf (in
der Trauerzeit ist das Immunsystem geschwächt!)
· Verschieben Sie wichtige Entscheidungen auf später
(wenn Sie wieder klarer denken können)!
· Denken Sie sich Abschiedsrituale aus (z.B. im
Andenken einen Baum pflanzen)
· Lassen Sie sich helfen!
· Wenn Kinder da sind: helfen Sie, dass Kinder
sich nicht schuldig oder überwältigt fühlen!
· Haben Sie Geduld mit sich und verlangen Sie nichts
unmögliches!
· Schreiben Sie Tagebuch, sprechen Sie mit Anderen!
Viele
Menschen haben das Bedürfnis, die geliebte Person irgendwie
"weiterleben" zu lassen. Sie reden weiter mit
ihr, schreiben ihr Briefe, erinnern sich an gemeinsame Zeiten,
tauschen mit anderen Erinnerungen aus, führen ein Hobby
oder einen Plan der geliebten Person fort oder zu Ende,
erstellen ein Fotoalbum, mischen eine Musikcassette. Dies
- der Wunsch, der geliebten Person ein Denkmal zu setzen
- ist auch der Gedanke hinter dem Erinnerungsalbum Ich
will dich nicht vergessen, das die Leser selbst ausfüllen
und erstellen können. (näheres dazu unter Bücher
oben).
Hilfreich
ist es auch, mit professionellen Therapeuten, Ärzten,
Seelsorgern oder Beratern zu sprechen.
Ich habe in New York 10 Jahre lang als Psychotherapeutin
mit Patienten gearbeitet, die traumatische Erlebnisse oder
Verluste
oder auch lebensbedrohliche Krankheiten (AIDS) hatten.
Kontaktieren Sie mich, wenn Sie ein Gespräch wünschen
(links über Kontakt oder 030/85405881).
Bereavement
is a darkness impenetrable to the imagination of the unbereaved.
Iris Murdoch
Sadness
flies on the wings of the morning and out of the heart of
darkness comes the light.
Jean Giraudoux
So
trage ich die Blüten deines Lebens
Weiter fort.
Und möchte doch mit dir stille stehn;
Zwei Zeiger auf dem Zifferblatt
Else Lasker-Schüler
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